Ich bin müde von Fibromyalgie “Der Schmerz bringt mich um”

Schmerz hat eine wichtige Funktion für den Menschen. Aber was tun, wenn es chronisch wird?

Ich leide unter chronischen Schmerzen in meinem Rücken und meinen Beinen. Es gibt keine klare Ursache. Ich nehme Schmerzmittel und mache Physiotherapie, aber mein Zustand schlägt mich langsam. „

Der Schmerz bleibt ohne ersichtlichen Grund bestehen, er bedeutet normalerweise großes Leid für die Betroffenen. Für körperlichen Stress kommen Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Man zieht sich zurück, die wiederkehrenden Schmerzattacken nehmen den Geist und die Psyche in Besitz. Darüber hinaus nimmt die berufliche Leistung ab.

Es ist ein Teufelskreis: Je mehr Sie das „normale“ Leben aufgeben, desto mehr Aufmerksamkeit erfordert der Schmerz. Er wird der dominierende Gegner. Er geht im Alltag auf und ab und entscheidet, was machbar ist und was nicht. Sie stecken im Kampf um Kontrolle und Freiheit von Schmerz, Hoffnung und Enttäuschung.

Schmerz ist tatsächlich nützlich und zum Überleben notwendig. Er macht uns auf Gefahren und Aufforderungen uns unser Verhalten zu korrigieren s  Es gibt Menschen mit einem angeborenen Defekt im Gen SCN11A. Du fühlst keinen Schmerz. Das Ergebnis: Sie verletzen sich, ohne es zu merken, und sterben oft früh.

Schmerz hat eine Funktion

Akuter Schmerz hat also eine Funktion. Die chronische Form ist anders. Hier funkeln Nervenzellen weiter, obwohl die Verletzung längst verheilt ist.

Die Schmerzforschung hat in den letzten Jahrzehnten neue Erklärungsmodelle entwickelt. Wir haben uns von dem einfachen Bild verabschiedet, dass der Schmerz über eine Art Glockendraht vom Ort der Verletzung des Gehirns geleitet wird. Die Vorstellung, dass chronischer Schmerz psychogen ist, dh dass Neurosen und interne Konflikte sich irgendwie in Schmerz äußern, ist ebenfalls veraltet.

Sogar «grundloser» Schmerz ist real

Heute wissen wir, dass das Erleben von Schmerz ein komplexes, aktives Zusammenspiel von physischen, psychischen und sozialen Faktoren ist. Chronischer Schmerz – das heißt Schmerz, der dauerhaft ist und nicht mehr durch physische Ursachen erklärt werden kann – verändert das Zentralnervensystem und schafft eine Art „Schmerzgedächtnis“. Nervenzellen interpretieren selbst kleinste Reize als Schmerzimpulse, die sie an das Gehirn weitergeben. Dieser Schmerz ist genauso real und belastend wie der, der mit einer neuen Verletzung einhergeht.

Chronische Schmerzen werden nun als eigenständiges Krankheitsbild erkannt. In der Vergangenheit hatten Schmerzpatienten oft Unrecht; Sie wurden als Simulatoren angesehen und ihr Leiden übertrieben oder eingebildet. «In der Vergangenheit wurde den Betroffenen oft Unrecht getan. Sie galten als Simulatoren. „

Die Erkenntnis, dass Schmerzen unterschiedlich verarbeitet und durch biologische, psychologische und soziologische Faktoren ausgelöst werden, hat den medizinisch-therapeutischen Ansatz verändert.

Anstatt einspurige Medikamente oder chirurgische Eingriffe oft zu schnell durchzuführen oder eine Psychotherapie durchzuführen, haben sich interdisziplinäre Schmerztherapieangebote inzwischen bewährt. In einem regionalen Schmerzzentrum können Sie beispielsweise herausfinden, welche Stressfaktoren teilweise verantwortlich sind und welche konkreten Veränderungen im Alltagsverhalten und Denken einen positiven Einfluss haben könnten.

Akzeptiere irgendwie den nervigen Begleiter

Ziel ist es, den Patienten aus seiner Isolation zu befreien, in der Schmerz Gedanken, Gefühle und den Alltag bestimmt. Es geht darum zu akzeptieren, dass der Schmerz ein dauerhafter Begleiter werden kann. Dass er noch lange am Tisch sein wird. Aber vielleicht etwas weiter weg und nicht mehr groß und schwer auf den Schultern der betroffenen Person.

Eine maßgeschneiderte Kombination aus medikamentöser Therapie, Verhaltenstherapie, Ergotherapie und schmerzlindernden Verfahren – wie Entspannungstechniken, Massagen Entspannen Sie sich richtig, TENS-Stimulationsstromtherapie – kann die Lebensqualität trotz chronischer Schmerzen erheblich verbessern.

Die Unterstützung anderer Betroffener in einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls hilfreich sein. 

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